Verkehrsberuhigung in Dassendorf

Hallo!

Uns würde als Anwohner der Bundesstrasse besonders interessieren, wie die Vorstellungen der GuD Dassendorf hinsichtlich einer Verkehrsberuhigung an den Ortseingängen aussehen? Wir haben immer das ungute Gefühl, dass in Dassendorf Politik für die Waldsiedlung gemacht wird und das Dorf und die Anwohner südlich der Bundesstrasse als lästiges Beiwerk angesehen wird.

Es wäre sehr begrüßenswert, wenn an den Ortseingängen an der
Bundesstrasse eine optische Straßenverengung zur Verkehrsberuhigung stattfinden würde! Wir erleben es täglich, dass viele Autofahrer die rote Fußgängerampel ignorieren und mit überhöhtem Tempo durch Dassendorf rasen! Wo bleiben eigentlich wechselnde Polizeikontrollen??? Es stellt sich für uns weiter die Frage, warum im Zuge des geplanten Umzuges des REWE-Marktes südlich der Bundesstrasse die Kreuzung B404/B207 vergrößert und nicht ein Kreisverkehr gebaut wird?! Hier haben Schwarzenbek und Neu-Börnsen gute Erfahrungen gesammelt!

Das sind nur einige unserer Fragen, die unsere Wahlentscheidung
bei der diesjährigen Kommunalwahl 2008 beeinflussen!

Mit freundlichem Gruß

Unsere Antwort

Hallo Herr K*****,

vielen Dank für Ihre Fragen und dass Sie mir Gelegenheit geben, die Meinung der GuD darzustellen. Leider hat es einige Zeit gedauert, die Antwort in der GuD inhaltlich abzustimmen.

Die Gud kämpft seit jeher für Verkehrsberuhigung innerhalb Dassendorfs. von 1987 bis 1994 haben wir für eine Fußgängerampel auf dem Mühlenweg (L314 nach Aumühle) Höhe Hasenwinkel gekämpft. Sie wurde von der Verkehrsaufsicht nicht genehmigt.

Auf dem gesamten Bornweg hatten wir 1991 eine Tempo 30 Zone und mehrere Verschwenkungen eingerichtet, um den Schulweg verkehrsmäßig zu beruhigen. Aber schon im Jahre 1992 hat die CDU durch ein Bürgerbegehren die Verkehrsberuhigung aufheben lassen. Vielleicht war die Zeit dafür noch nicht reif. Heute ist fast ganz Dassendorf Tempo 30 Zone. Das war auch für den Dassendorfer Ring beantragt, aber wieder hat die CDU es Anfang 2003 verhindert.

Zur Kommunalwahl 2003 haben wir für die beiden Bundesstraßen 207 und 404 die Versetzung der Ortseingangsschilder jeweils an den Anfang der Wohnbebauung gefordert. Als die Dassendorfer Kreuzung neu gestaltet werden sollte, haben wir sofort Anträge gestellt, dass dort ein Kreisverkehr eingerichtet werden sollte. Ende 2007 wurde der Antrag im Zuge der Planung für den neuen Rewe Markt auf der anderen Seite der Kreuzung erneut gestellt. Ebenso wurde die Vorverlegung des Ortsschildes vor die Straße Bargkoppel, die ins Gewerbegebiet führt, beantragt. Alle diese Anträge sind bisher von der Straßenaufsicht in Lübeck kategorisch abgelehnt worden. Unsere Hinweise, dass es in Schwarzenbek auf der B207 Richtung Mölln einen Kreisverkehr gibt und inzwischen auch in Börnsen, spielte dabei kein Rolle. Immer wieder wird auf das hohe Verkehrsaufkommen und die sich kreuzenden Verkehrsströme hingewiesen. Angeblich verkraftet ein Kreisverkehr die bis zu 10.000 Fahrzeuge pro Tag nicht. Neidvoll blicken wir nach Börnsen oder Kröppelshagen. Dort wurden Kreisverkehre gebaut und die Ortsschilder vorverlegt. Die Ortseinfahrt Schwarzenbek wurde im Zuge des Baus des dortigen Rewe Marktes stark verengt , beruhigt und auf Tempo 50 begrenzt.

In den vergangenen dreißig Jahren sind auf der B207 vier Fußgänger durch Kraftfahrzeuge getötet worden. Aber die Straßenaufsicht argumentiert im Falle der B207, der Charakter der Bundesstraße als schnelle Straßenverbindung solle unbedingt erhalten bleiben. Das ist pervers und Menschen verachtend.

Es hat sich mir in 20jähriger Tätigkeit für die Kommune nicht erschlossen, was Dassendorf verbrochen hat, dass wir nichts aber auch gar nichts an Verkehrsberuhigung auf den beiden Bundesstraßen erreicht haben.

Gerad deshalb gehören genau diese Punkte auch 2008 wieder zu unserem Wahlprogramm, das wir in unserem nächsten Flugblatt grob umreißen werden. Es muss in den kommenden fünf Jahren gelingen, Teile davon umzusetzen.

Unser kurzfristiges Ziel ist die Vorverlegung der Ortsschilder an der 207 und durchgehend Tempo 50 innerhalb der Wohnbebauung. Auf der 404 fordern wir die Vorverlegung des Ortsschildes ca. 100 Meter vor die Einfahrt zur Bargkoppel. Mittelfristig Fahrbahnverschwenkungen mit Pflanzinseln an allen Orteingängen. Langfristig die Schaffung des Kreisverkehres; spätestens, wenn die Ampelanlage wieder grunderneuert werden muss.

Falls Sie Interesse haben, die Dassendorfer GuD Mitglieder kennenzulernen, würde ich Sie zwanglos zu einem unserer Jour fixe Termine im privaten Kreis einladen. Der nächste Termin ist am 7. März. Dort wird nicht nur über Politik geredet.

Mit freundlichen Grüßen

Detlev Rammelt
GuD Bürgermeister Kandidat